Sinnsuche – ein Sequel

Buchtitel: Geschichten zum Nachdenken

Autor: Jorge Bucay

Ich habe es ja angekündigt: Er zählt nun mal zu meinen Lieblingsautoren und daher folgt hier wieder ein Buchtipp zu Herrn Bucay 🙂

Sammlung an Kurzgeschichten, Gedichten und Vergleichen

Die Stimmung der Sammlung ist sehr ernst bis hin zu traurig-nachdenklich. Wider dem ersten Impuls, sollte das aber nicht abschrecken. So manche Geschichte bricht auch in schwarzem Humor um.

Kleiner Blick ins Buch – Sneak Preview

Wie stellt man eine bunte Mischung und den Stil von Bucay am effektivsten dar? Ich habe mir überlegt Euch einfach mal als Vorgeschmack die Zusammenfassung der Geschichte von „Hannes Beinlos und die Kunst des Ausgleichs nach unten“ zu präsentieren – bitte denkt dran, das ist kein O-Ton und nur punktuell mit Zitaten aus der Erzählung ausgeschmückt, nur eine eigene Wiedergabe, um die Art der Geschichten zu demonstrieren.wp_20161030_17_27_31_pro

Aaaaalso:
Hannes war Baumfäller und in einem unachtsamen Moment säbelt er sich mit der Motorsäge beide Beine ab. Es folgen Depressionen und eine Überweisung zum Psychiater. In einem Gespräch offenbart Hannes die Ursache seiner Depressionen. Erstaunlicherweise ist es nicht der Verlust der Beine per se. Zitat: „Was mich am meisten schmerzt, ist, wie sich die Beziehung zu meinen Freunden verändert hat.“ Er beschreibt wie zahlreiche gemeinsame Aktivitäten wegfielen. Hier zur Reaktion und Empfehlung des Arztes. Zitat: „Der Doktor beruhigte ihn und fuhr mit seinen Ausführungen fort. Es spräche natürlich gar nichts dagegen, dass er die gleichen Dinge tue wie vorher. Ganz im Gegenteil, es sei sogar extrem wichtig, dass er das tue. Problematisch sei allenfalls, es weiterhin mit den alten Bekannten tun zu wollen. Der Psychiater erklärte Hannes, dass er selbstverständlich schwimmen solle, nur müsse er eben gegen Leute antreten, die dasselbe Handicap hätten wie er.“
Mit mehreren weiteren Beispielen versucht der Arzt Hannes begreiflich zu machen, dass sich dessen Verhältnis zu seinen Freunden nun mal verändert habe, denn die Vorraussetzungen hätten sich verändert. Hannes leuchtet dies ein. Die Geschichte endet -wieder ein Zitat: „Und dann verließ Hannes Beinlos das Sprechzimmer und begab sich nach Hause. Er warf seine Motorsäge an…
…um all seinen Freunden die Beine abzusägen und sie auf diese Weise zu seinesgleichen zu machen.“

Mit dieser Art provokatem Humor (hier sicherlich an der Grenze zur Diskriminierung, ich musste jedenfalls etwas schlucken) stupfen uns die von Bucay gehorteten Geschichten abermals zum Nachdenken und Grübeln an.

Für wen ist Bucay zu empfehlen

Jede(r) PsychologiestudentIn, Life-Coaches oder Therapeuten diverser Art, (Hobby-)Philospohen oder einfach offene Menschen mit gut reflektiertem und stabilem Gemüt.
Solltet Ihr eh schon eine ausgesprochen starke Tendenz zur Schwermut haben, ist das unter Umständen nicht die richtige Aufheiterliteratur…

Für mich beeindruckendste Geschichte

„Der Suchende“ hat mich berührt. In dieser Geschichte geht es um die Frage was wirklich gelebte Lebenszeit ist und wie wir damit umgehen. Passt natürlich super zu jedem Seminar, Sitzung oder Workshop in dem wir Bewusstheit und Achtsamkeit lernen und üben wollen…oder einfach für jeden, der nicht einfach nur vor sich „hinrennen“ will für den Rest seines Lebens.

Info zum Autor

Auf die Schnelle: Miniabriß und Auswahl an Werken über LovelyBooks
Wiki-Style: Entsprechend auf der Seite vom Bücher-Wiki
Wer SPANISCH (!) kann, kann sich auch auf dem Online-Journal von Bucay selbst umgucken: Mentesana

Kaufrausch

In diesem Sinne noch der Link des Fischer Verlags zum ev. Buchkauf. Übrigens: Wer noch nicht ganz sicher ist, ob das was ist, findet unter demselben Link auch eine Leseprobe als PDF.
Ihr findet meinen Leseeindruck noch unter meinem LovelyBooks-Profil hinterlegt. Freue mich auch dort über jeden Follower 🙂

 

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