Nachlese eines Gewinns

Das Buch über das ich Euch heute meine Meinung kund tun möchte ist „Ragdoll – Dein letzter Tag“ von Daniel Cole.

Kurze Vorgeschichte

Ich mache bei dem Litaratursalon der Platform LovelyBook mit und habe mich schon hin und wieder um ein Buch beworben – im Rahmen eines Gewinnspiels meine ich.

Geklappt hat es aber erst bei „Ragdoll„. Die Ankündigung des Buches war tatsächlich sehr spannend und so freute ich mich wie der berühmte Schneekönig.

Die Freude währte leider nicht lange.

Aber alles der Reihe nach. Weiterlesen

Politik und Drama in Afrika

Literatur on screen!
Daumen hoch für „Der ewige Gärtner“ von Großmeister John le Carré.
Regie: Thomas Alfredson & Fernando Meirellesderewigegaertner

Der Plot reloaded: Mitten in der Wüste von Kenia wird die junge schöne Tessa Quayle ermordet aufgefunden. Ihr Begleiter und angeblicher Geliebter, der afrikanische Arzt Arnold Bluhm, ist spurlos verschwunden. Tessas Ehemann, ein aufstrebender Diplomat bei der britischen Botschaft in Nairobi, macht sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau. Bald erkennt er, dass die rebellische Tessa einem Komplott auf der Spur war und damit nicht nur die mächtige Pharmaindustrie und eine obskure afrikanische Hilfsorganisation gegen sich aufbrachte, sondern auch den Unmut höherer britischer Regierungskreise auf sich zog. Verfolgt und auf sich allein gestellt, dringt Justin immer tiefer in den Sumpf einer groß angelegten Verschwörung ein.

Spannung von der ersten bis zur letzten Minute.

Kreuzfahrt zum Abgewöhnen

Titel: Passagier 23

Autor: Sebastian Fitzek

Inhalt: Das Buch präsentiert sich als ein all-inclusive Psychothriller: Action, überraschende Wendungen, Nahtoderlebnisse des Superhelden, gruselige Abgründe menschlicher Seelen, Folter, Verschwörung und vieles vieles mehr zwischen den Buchdeckeln. Das kann als Parallele zum Hauptthema Kreuzfahrten durchaus als angemessen verstanden werden. Um den Haupthelden – dem verdeckten Ermittler Martin Schwartz – werden im Stakkato Action- und Gruselszenen aneinander gereiht. Unermüdlich deckt er trotz hartnäckiger Widersacher Stück für Stück die Wahrheit auf – auch die über seine Frau und seine Unzulänglichkeiten seinem Sohn gegenüber. Geschwindigkeit, Spannung und Grusel können nach den ersten Seiten des Buches leider nicht mehr gesteigert werden – was schnell langweilig wird, da beim Umblättern ja schon klar ist, dass die nächste packende Überraschung kommt. Die Entwicklung der Figuren bleibt dabei auf der Strecke – als Leser fühlte ich mich dadurch bis ans Ende des Buches seltsam außen vor. Insgesamt kam mir das Buch wie eine extra lange Ausgabe einer Sensationszeitung vor – unglaubliche Fakten, die in der Erinnerung sehr schnell verblassen.

Fazit: Wer oberflächliche Action mag, dem sei das Buch empfohlen. Lesevergnügen, im Sinne von ins-Buch-hineingezogen-werden, leider Fehlanzeige.

Brekke – zweiter Teil

Buchtitel: Kälteeinbruch

Autor: Jan-Erik Fjell

Inhalt:

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(c) Jäckel/Cover rororo

Anton Brekke stellt sich mir in diesem – eigentlich zweiten – Teil der Reihe des Norwegers Jan-Erik Fjell als der Antiheld schlechthin vor. Spielt, raucht, arrogant… und trotzdem zieht er gleich in seinen Bann. Wer von Euch Fan der BBC-Serie „Cracker“ ist, wird zumindest auf Verhaltensebene gleich ein Déjà-vu erleben. Auch die Einführung der anderen Hauptcharaktere lässt auf einen gelungenen Spannungsbogen hoffen…
…und knappe zwei Wochen Lesefortschritt später darf ich Euch diese Hoffnung als „bestätigt“ mit auf den Weg geben. Viel mehr noch. Jan-Erik Fjell erweist sich auch für die Nebenrollen als Spezialist für realistischen Charakteraufbau mit einem Händchen für eine glaubwürdige Handlungsentwicklung. Liebhaber von schlüssiger – sprich begründbarer oder nachvollziehbarer – Ereignisreihenfolge kommen in „Kälteeinbruch“ voll auf ihre Kosten. Allerdings sollte der Leser auch ein dickes Fell in Bezug auf die bedrückend echten Konsequenzen eines Lebens im kriminellen Milieu mitbringen…auch hier beschrieben ohne unnötige Blutrünstigkeit oder Sensationslust – eher mit einer sachlichen Bitterkeit.

Lest einfach selbst was Anton Brekke aus dem Mord an einem pensionierten Lehrer – kurzer Prozess, Kehle durchgeschnitten – macht.