Wie ich einen neuen Helden fand

August Emmerich klingt nicht gerade gleich nach Superhero.

Ist er aber. Zumindest für mich nach der Lektüre des ersten Bandes einer sich toll ankündigenden Kriminalromanreihe von Alex Beer: „Der zweite Reiter“.

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Seit Ende März 2017 im Limes Verlag erschienen nimmt dieser Krimi uns mit nach Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.

Emmerich – mal wieder von der knurrend-murrenden Ermittlersorte mit großem Gerechtigkeitssinn – hat im Ersten Weltkrieg gedient und ist nun mit Leib und Seele Polizeiagent in einer Abteilung die Betrüger und Schwarzmarkthändler jagt. Er liebäugelt jedoch mit der Abteilung „Leib und Leben“, die die Morddelikte bearbeitet. Aus Ehrgeiz? Arroganz? Nun, nicht ganz. Ein starker Motivationsfaktor für Emmerich ist die alle und alles erdrückende Armut im Nachkriegswien und seine neu gefundene Partnerschaft (mit Kindern), die er durch erhöhte Zulagen bei „Leib und Leben“ durchzubringen trachtet.

Starke Atmosphäre

So wären wir auch schnell bei einer ganz großen Stärke dieses Romans: Die quasi nebenher toll dargestellten gesellschaftlichen und politischen Probleme der damaligen Zeit. Immer wieder schmückt die Autorin seine Kernhandlung mit echten – toll recherchierte – Details der Nachkriegsstadt aus. Das Hungern, die Verzweifelten, die Alkohol- und Drogenprobleme, die Auswanderer mit ihren Fluchtansinnen, aber auch einzelne Orte, legendäre Schlösser und Cafés… alles bereichert die Atmosphäre dieses Buches mit Erfolg. Weiterlesen

Geschichte eines Stalkings

Mir brennt es unter den Fingernägeln Euch von meiner letzten Lektüre zu erzählen:1840_Baerfuss_Hagard

„Hagard“ von Lukas Bärfuss

Wir haben sicherlich auch alle schon gelesen, dass es sich hierbei um einen Nominée für den Preis der Leipziger Buchmesse handelt. Lukas Bärfuss ist als Preisträger nicht unerfahren. Seine Werke wurden bereits mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt. Mehr hierzu später.

Auszug Umschlagstext

„Philip folgt, aus einer Laune heraus, im Feierabendgedrängel einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, lasse ich sie entschwinden; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter Es bedeutet scheinbar nichts, niemand kommt zu Schaden, un der Abstand ist so groß, daß die Frau es gar nicht bemerkt.[…]Warum beginnt er plötzlich seine Verpflichtungen zu verachlässigen? Was will er von ihr?“

Gedanken zum Verfolger

Mit diesem Umschlagstext hatte mich das Buch im Buchladen in seinem Bann, also nichts wie los und ein Rezensionsexemplar bestellt.

Was mich dann erwartete? Nun, zunächst ein Ich-Erzähler, der scheinbar allwissend über der angekündigten Hauptperson schwebt. Sorgenvoll ist sein Ton und mit vielen offengebliebenen Fragen leitet dieser die Geschichte um den Ausbruch Philips ein. Wir erwischen Philip anfangs in einer typischen Managersituation. Immer wieder mit seinem Smart Phone quercheckend und seine Assistenz konsultierend, bahnt er sich seinen Weg an einem Spätnachmittag zu einem nicht ganz unwichtigen Geschäftstermin.

Aus Randsätzen und im Verlauf der Beobachtungen rund um die Figur wird dem Leser die Wichtigkeit des Termins für einen satten Gewinn klar.
Wie nebenher eingestreut wird auch die Gesellschaftskritik und der auf dem Buchcover angekündigte „unbestechliche Blick“ des Autors auf seine Umgebung und das heutige Leben. Weiterlesen

Die Traumbauer – eine Annäherung

Buchtitel: Die Traumbauer

Autor: Bastian Jäger

Mit Liebe zum Detail. Wenn ich so in mich reinblicke, ist es dieser Satz, der das Debüt von Bastian Jäger gut umreißt.
Wenn wir nun schon das Wort Details in den Mund nehmen, widme ich mich denselben in meiner Rezension.

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Originalcover- Rechte B.Jäger

Inhalt

Das Debüt erhebt für sich den Untertitel eines philosophischen Romans, in dem es um zwei rote Fäden gehen wird. Das Leben im Hier und Jetzt sowie die Flucht vor sich selbst.
Um die Themen greifbarer zu machen, erleben wir die Umsetzung der beiden Topics anhand der Geschichten zweier Geschwister. Weiterlesen

nichtohnemeinbuch & die Bilder

Einen wunderbaren Sonntag wünsche ich Euch! Ihr habt es vielleicht schon bemerkt: nichtohnemeinbuch hat sich zwei neue Social Media Accounts zugelegt!

Ich bin selbst ein durchaus visueller Mensch und so erschien mir ein Blog ohne das gute alte Pinterest irgendwie unvollständig. Wo ich grad so schön dabei war, entschied ich mich spontant dafür einen Instagramaccount anzulegen. Letzterer ist für mich tatsächlich noch gänzlich neu im Handling…das kommt davon, wenn man ein fast 40+-Blogger ist 🙂

Spaß & Workworkwork…

Trotz des gewaltigen Respekts, den ich dem Mehraufwand gegenüber habe, gebe ich zu:
Ich habe einen diebischen Spaß mit beiden Accounts. Es gibt einfach viel zu lernen, zu lesen und natürlich auch andere Blogger und Blogs zu entdecken. Auch alte Bekannte finden sich wieder. Freue mich also über zahlreichen Besuch hier und dort!

Beide Verlinkungen findet Ihr in meiner Sidebar zusammen mit den gewohnten Facebook & Google+ Links oder gleich hier:
nichtohnemeinbuch auf Instagram
nichtohnemeinbuch auf Pinterest

Sonst noch auf dem Buchhorizont – ein Teaser

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Gerade eingetroffen – das Rezensionsexemplar von Hagard – Abbildung nichtohnemeinbuch/Cover wallstein

Einen kleinen Teaser lasse ich mir auch nicht nehmen. Zu meiner großen Freude kam eine Postsendung mit Lesematerial diese Woche an… für Rezensionsnachschub sorgt Hagard aus dem Wallstein Verlag. Auch für Lukas Bärfuss wird es ja spannend im März auf der Leipziger Buchmesse. Man wird ja nicht ständig für den Preis der Buchmesse nominiert.

[Blogaktion]MittendrinMittwoch #1

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Fotovorlage canva/Bearbeitung nichtohnemeinbuch

Inspiration ist etwas Tolles. Und in diesem Fall hat mich die Inspiration vom ersten Blick auf die Seite erfasst. Auf die Seite mit einer tollen Bloggeraktion, nämlich dem MittendrinMittwoch. Die Seite, die mir die Mitmacheingebung verlieh gehört zum Buchperlenblog und ist jetzt schon ein Regular auf meiner Blogliste 🙂
Die ursprüngliche Idee, muss natürlich angemerkt sein gehört readbooksandfallinlove.
Die Bloggerin von readbooksandfallinlove – strotzt vor wirklich coolen Ideen und ich lege jedem Stöberer ans Herz den Blog ebenso zu einem gern-wieder-Ort zu machen.
So. Und nun zu der Frage, was die Aktion beinhaltet.
Der Mittendrin Mittwoch möchte, dass man ein paar Zeilen oder Momente aus der aktuellen Lektüre heraussucht, um sie anderen Lesern näher zu bringen.
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Philosoph.Schotte.Killer.

Buchtitel: BILLY
Autor: einzlkind

billy_buchumschlagIch hatte auf Lovelybooks schon vorab geschrieben, dass das Buch während des Lesens ein stetiges auf und ab für mich war, eine gefühlsseitige Odysee und ich hatte sogar den Begriff verwendet, es „habe verschiedene Momente“.
Nachdem nun die Lektüre beendet ist, merke ich, wie es weiter in mir arbeitet und es ist schlicht unwiderstehlich, näher auf diese variierenden Momente einzugehen.

Inhalt

In Ich-Perspektive begleiten wir Billy. Billy, den Auftragsmörder. Er ist auf dem Weg nach Las Vegas, ob für einen weiteren Mord oder für ein Treffen wird erst nach und nach klar. Auf unseren Weg mit Billy erhalten wir vom kargen Klappentext noch den Hinweis, dass bereits 12 Morde erfolgt sind und dass Vagas eine unliebsame Überraschung für unseren Killer bereithalten wird.

Jedoch ist es sehr wichtig für das Verständnis des Buches auf die Details – des Klappentextes und natürlich darüber hinaus der Erzählung selbst – zu achten. Die Beschreibung von Billy ist nicht ohne Grund in genau der Reihenfolge angegeben, wie Ihr sie auch meinem Titel entnehmen könnt. Philosoph. Schotte. Killer. Weiterlesen