Leseabenteuer live im Februar 2017

Rows of colorful chairsDas neue Jahr ist nun da und Ihr habt sicherlich alle vom Silvestertrubel wieder Luft geholt. Da könnte man doch glatt wieder ans Ausgehen denken… und somit hoffentlich auch an das ein oder andere Literaturevent oder eine Lesung. Hier habe ich Euch einige Tipps für den Februar und auch etwas darüber hinaus zusammengestellt. Schön geordnet nach Ort.

Berlin:

Mein erster Berliner Tipp ist ein Dauerrenner – der Mittwochabend mit den Surfpoeten. Hier lesen Autoren ihre Texte, die sie selbst als Surfliteratur beschreiben, im Mauersegler am Mauerpark. Zwischendurch wird mit Musik für Abwechslung gesorgt, daher nutzen einige auch die Bezeichnung „literarische Disko“ für dieses regelmässige Event. Ganz Mutige können eigene Texte (bis max. 5 Minuten!) am offenen Mikrofon vortragen. Start ist ab 21 h (mit Berliner Zusatzpuffer). Eintritt 4 EUR.

Mein zweiter Berliner Tipp für den Februar ist die Lesung von Max Goldt im Theater am Kurfürstendamm am 10.2.. Max Goldt ist in seiner Rolle als Schriftsteller bekannt für seinen verschrobenen Humor und grotesken Texte. Er polarisiert, ist nicht unbedingt für jedermann. Trotzdem ein vielfach gewürdigter Autor und Musiker. Wen Details interessieren, schaut doch unter die nachfolgenden Links vorbei:
Wikieintrag
Webpage Katz & Goldt
Weitere Ticketkaufoption für den 10.2. in Berlin ist hier zu finden. Tickets liegen bei 22,90 EUR.

Auch auf die Gefahr hin Berlin wieder sehr viel Vorzug gegeben zu haben, möchte ich noch einen kleinen Insider loswerden: Das Bücherbattle . Am 20. Februar findet es das 17-te Mal statt. 19.30 h in der Galerie Zeitzone.
Um was geht es beim Bücherbattle: Lieblingsbücher in 7 Min vorstellen. Das Publikum entscheidet, wer gewinnt. Eine Mischung aus Lesung und Poetry Slam. Wer vorlesen mag meldet sich über die Facebookpage von Bücherbattle allgemein oder per Mail an info@buecherbattle.de.
Im Februar featured author: Firas Alshater: www.firasalshater.com
Von seinen Erlebnissen in Deutschland und Syrien erzählt Firas witzig, tragikomisch, offen und immer liebenswert frech in seinem Buch „Ich komme auf Deutschland zu.“

Nun aber endlich zu den anderen Großstädten in unserem schönen Lande!
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Migrantenleben zum Anhören

Hörbuch-Titel: Der Russe ist einer, der Birken liebt
Autor: Olga Grjasnowa

Sprecherin: Julia Nachtmann

Nicht ohne eine Prise Selbstsarkasmus berichtet uns Olga Grjasnowa in Romanform von dem Leben als vielsprachig aufwachsende, interkulturell bewanderte Migrantin. wp_20161112_11_34_29_proWieviel Autobiographie hier reinfliesst bliebe in einem Autorentreffen zu klären, Geburtsort und einige Grunddaten sind jedoch bei Autorin und dem Hauptcharakter des Buches nun mal identisch…;-)
Ich selbst empfand die beschriebene Zerrissenheit, die Heimatlosigkeit aber auch die hin und wieder aufkeimende Prise Arroganz und Übersättigung des Hauptcharakters, der jungen Mascha, glaubwürdig und nachvollziehbar. Wir lernen – in zeitlichen Sprüngen erzählt – dass die jüdische Aserbaidschanerin Mascha ein Trauma von klein auf mit sich schleppt, verursacht von Repressionen im Ursprungsland und Zwangsemigration. Wir lernen sie aber auch im anderen Erzählstrang kennen, wie sie mit starkem Leistungswillen an ihrer UNO-Karriere bastelt sowie sich eine glückliche bescheidene Beziehung aufbaut. Den Umbruch in der Geschichte liefert der unerwartete Tod des Freundes… Mascha begibt sich erneut auf die Suche oder auf die Flucht… dies bleibt Interpretationssache… Wohin es sie dabei verschlägt und wieso verrate ich hier nicht.

Stimmenbeurteilung Sprecherin:
Julia Nachtmann passt super zum Hauptcharakter der Geschichte. Ein wohliges Gänsehautgefühl auf dem Rücken bleibt aber bei der Stimmlage eher aus… wer eine tiefe Rauchigkeit oder gar einen klischeerussischen Akzent erwartet wird nicht fündig werden. Ich selbst brauche letzteres allerdings auch nicht und hätte es eher unangemessen gefunden…. naja, dies nur am Rande.

Vor der Messe ist nach der Messe

Die Frankfurter Buchmesse ist wie immer mit großem Tramram um. Die Literatur(tipps) in Frankfurt a.M. und deren Welt drehen sich natürlich weiter. Hier habe ich Euch einen ersten Vorweihnachtstipp mitgebracht:

Eine Lesung im Literaturhaus Frankfurt am Kinderlesesonntag. Und zwar – tatatataaaa:
„Sophiechen und der Riese“ von Roald Dahl – gelesen am 04.12. um 15 h vom Frankfurter Schauspieler und Sprecher Wolfram Koch Klein.

Es ist die fantastische Geschichte eines Waisenmädchens, das die Welt von neun stumpfsinnigen, menschenfressenden Riesen befreit. Ein Märchen von Freundschaft und dem Träumen. Hier auch wieder ein Hinweis für die weiterhin lesefaulen unter Euch Buchratten: „Sophiechen und der Riese“ wurde in diesem Jahr unter dem Titel „BFG – Big Friendly Giant“ von Steven Spielberg verfilmt. Nur mal so nebenbei erwähnt… 🙂

Karten und Info gibt es hier.

TOPs der FFM Buchmesse – Samstag, 22.10.

Der Countdown läuft. Wie jedes Jahr freue ich mich schon darauf, mir in den endlosen Weiten des Messeuniversums die Füße wundzulaufen, die zahlreichen Cosplay-Kostüme zu bewundern und hoffentlich den ein oder anderen Autor zu Gesicht zu bekommen. Ja, trotz der Größe der Messe ist das weiterhin machbar.

Meine Favoriten für Samstag, den 22.10., sind u.a.:
Margriet de Moor auf dem BLAUEN SOFA.
Das Krimi-Speeddating ebenso auf dem BLAUEN SOFA.
Wilhelm Genazino auf der ARD-Bühne (Datum ist hier noch nicht ganz klar).
Vielleicht ist ja sogar noch ein Filmchen im ARD-Kino drin, wer weiß…wenn ich ganz autschige Füße habe…