[Blogaktion]MittendrinMittwoch Reloaded 2019

Ich reise gerade wieder in der Zeit. Kommt doch mit in das koloniale Indien von 1920. Wer ist der Reiseleiter? Abir Mukherjee. Welches Transportmittel? Sein Kriminalroman „Ein notwendiges Übel„. Veranstalter? Der Heyne Verlag. Mein Mitreisender ist der Ermittler Sam Wyndham von der Imperial Police. Lest hier was es mit diesem Trip auf sich hat und nehmt mit dieser Blogaktion einen SneakPeak der literarischen Reise…mittendrinmittwochreload

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Süchtig wider erwarten

Yrsa Sigurðardóttir hat bereits eine tolle Krimireihe für Islandfans veröffentlicht. Nur war mir das beim Kauf von DNA gar nicht bewusst. Dieses Stück Lesespaß ist nämlich der Auftakt zu der zweiten Krimireihe, die mittlerweile bereits um zwei Fortsetzungsteile reicher ist. Aber nochmal von vorn… Mich lachte die Kombination der beiden Ermittler – der bodenständige Huldar und die etwas vom Leben gebeutelte Psychologin Freyja – in der Kurzbeschreibung an. Ich wurde nicht enttäuscht. Lest weiter, wie es mir mit meinem ersten Islandkrimi erging und warum es nicht der letzte blieb.

DNA von Yrsa Sigurdardottir

(c) Cover btb Verlag – Version im Taschenbuchformat

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13 Stufen & warum ich mehr auf Werbeklebchen achten werde

Meine Teilnahme an der Weltenbummlerchallenge hat mich auch für dieses Jahr weiter inspiriert auf eine bunte Herkunft meiner Lektüre in Bezug auf Land/Kulturkreis zu achten. Ein guter Grund mich mal an einem japanischen Krimi zu versuchen. Vor allem, wenn dieser von einem augenscheinlich vielbeachteten Autor stammt. Wie es mir mit diesem Länderkrimiexperiment ergangen ist, lest Ihr weiter hier im Beitrag…

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(c) Bild: Ryan Loughlin via unsplash.com

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Auferstanden aus Ruinen

Ganz so dramatisch wie mein Titel fühlt sich mein erster Artikel nach der langen Umzugsauszeit auch wieder nicht an. Wer mich kennt weiß jedoch, dass eine Prise Pathos stets dabei ist.

Trotz des Schweigens hat sich literarisch meine Welt weiter gedreht. Nach dem Trip nach Österreich, siehe meine Rezension von „Der zweite Reiter“, ließ ich mich nach Übersee verfrachten. Herr Abir Mukherjee war hierbei mein Zeit- und Abenteuerreiseführer mit seinem Krimireihenauftakt „Ein angesehener Mann“.

Ein angesehener Mann von Abir Mukherjee

Cover „Ein angesehener Mann“ Rechte: HEYNE Verlag

Wohin geht die Reise?

Sie nahm mich mit in das Kalkutta von 1919 und stellte mich erneut einem ziemlich abgewrackten – wenn auch hochintelligenten und unerschrockenen – Ermittler vor. Sam Wyndham kehrt aus dem ersten Weltkrieg ins Nichts wieder, nachdem alle engeren Freunde im Krieg gefallen sind und seine geliebte Frau in seiner Abwesenheit einer Krankheit erlag.
Opiumsüchtig wie er ist – um Trauer sowie Einsamkeit zu betäuben – ergreift er die Chance als ihn ein ehemaliger Vorgesetzter in die Polizeitruppe nach Kolonialindien ruft. Er betritt die Welt einer Herrscherklasse, die voll ist von vorgeschobenem Gutmenschentum und egozentrischer Ausbeutung der einheimischen Strukturen.

Es wird ihm keine Zeit zur Assimilierung an diese für ihn wildfremde Welt gelassen. Nur wenige Wochen nach Dienstantritt wird ein hochrangiger Staatsbeamter brutal erstochen im Rotlichtviertel von Kalkutta aufgefunden. Ein am Tatort plump hinterlassener Zettel weist auf politisch motivierte Täter hin, die der englischen Herrschaft in Indien überdrüssig sind.

Glücklicherweise lässt sich Sam nicht von derart primitiv vorgeschobenen „Beweisen“ von anderen weitaus interessanteren Spuren ablenken. Weiterlesen

Wie ich einen neuen Helden fand

August Emmerich klingt nicht gerade gleich nach Superhero.

Ist er aber. Zumindest für mich nach der Lektüre des ersten Bandes einer sich toll ankündigenden Kriminalromanreihe von Alex Beer: „Der zweite Reiter“.

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Seit Ende März 2017 im Limes Verlag erschienen nimmt dieser Krimi uns mit nach Wien, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.

Emmerich – mal wieder von der knurrend-murrenden Ermittlersorte mit großem Gerechtigkeitssinn – hat im Ersten Weltkrieg gedient und ist nun mit Leib und Seele Polizeiagent in einer Abteilung die Betrüger und Schwarzmarkthändler jagt. Er liebäugelt jedoch mit der Abteilung „Leib und Leben“, die die Morddelikte bearbeitet. Aus Ehrgeiz? Arroganz? Nun, nicht ganz. Ein starker Motivationsfaktor für Emmerich ist die alle und alles erdrückende Armut im Nachkriegswien und seine neu gefundene Partnerschaft (mit Kindern), die er durch erhöhte Zulagen bei „Leib und Leben“ durchzubringen trachtet.

Starke Atmosphäre

So wären wir auch schnell bei einer ganz großen Stärke dieses Romans: Die quasi nebenher toll dargestellten gesellschaftlichen und politischen Probleme der damaligen Zeit. Immer wieder schmückt die Autorin seine Kernhandlung mit echten – toll recherchierte – Details der Nachkriegsstadt aus. Das Hungern, die Verzweifelten, die Alkohol- und Drogenprobleme, die Auswanderer mit ihren Fluchtansinnen, aber auch einzelne Orte, legendäre Schlösser und Cafés… alles bereichert die Atmosphäre dieses Buches mit Erfolg. Weiterlesen