Ein fast perfektes Verbrechen

Über die online neu ausleihbaren eBooks bin ich über meinen zweiten Japan-Krimi gestolpert. Mein erster Versuch – wie auch zuletzt geschildert – war leider nicht sehr gelungen. Dieser hier lief schon mal etwas anders, lest einfach selbst.

Keigo Higashino lässt uns in „Heilige Mörderin“ ein scheinbar nicht knackbares Tötungsdelikt angehen, zusammen mit dem Physik-Professor und Kombinationsgenie Yukawa und dem Old-School-Kommissar Kusanagi.

Der erfolgreiche Unternehmer Mashiba liegt tot in seinem Wohnzimmer. Neben ihm eine Tasse Kaffee. Oder besser gesagt zwei Tassen. Wen hat er erwartet? Kurz zuvor hatte er von seiner Frau die Scheidung verlangt. War in das Kaffeeverbrechen die neue Geliebte involviert? Oder eine verletzte verschmähte Ehefrau?

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(c) Nathan Dumlao via unsplash.com

 

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Ich kam, verschlang & entspannte

Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich auch auf LovelyBooks aktiv. Ein schöner Effekt der Aktivität dort ist, dass man sich hin und wieder um Bücher, die neu auf dem Markt sind und die von besonderem Interesse für einen selbst sind, bewerben kann. Gesagt, getan. Und gewonnen! Jo Nesbøs nigelnagelneuer Fall von Harry Hole unter dem Titel „Durst“ kam zu mir nach Hause geflattert.
Etwas vorwegnehmend kann ich schon mal sagen: Selten so schnell verschlungen!

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Originalbuchcover – Rechte Ullstein Verlag

Ich verspreche nicht zu spoilern und brenne schon darauf Euch von meinem Leseerlebnis zu erzählen…

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[Blogaktion]MittendrinMittwoch #3

bakeshopSchön, dass Ihr wieder reinschaut zu meiner Ausgabe von MittendrinMittwoch!

Wie immer nehme ich Euch über Buchausschnitte mit zwischen die Seite meiner aktuellen Lektüre und stelle Euch vor, was mich daran begeistert oder auch zum Nachdenken bringt.

Fast am Ende bin ich mit meinem tollen Berlin-Krimi von Rainer Wittkamp „Schneckenkönig“. Weiterlesen

Philosoph.Schotte.Killer.

Buchtitel: BILLY
Autor: einzlkind

billy_buchumschlagIch hatte auf Lovelybooks schon vorab geschrieben, dass das Buch während des Lesens ein stetiges auf und ab für mich war, eine gefühlsseitige Odysee und ich hatte sogar den Begriff verwendet, es „habe verschiedene Momente“.
Nachdem nun die Lektüre beendet ist, merke ich, wie es weiter in mir arbeitet und es ist schlicht unwiderstehlich, näher auf diese variierenden Momente einzugehen.

Inhalt

In Ich-Perspektive begleiten wir Billy. Billy, den Auftragsmörder. Er ist auf dem Weg nach Las Vegas, ob für einen weiteren Mord oder für ein Treffen wird erst nach und nach klar. Auf unseren Weg mit Billy erhalten wir vom kargen Klappentext noch den Hinweis, dass bereits 12 Morde erfolgt sind und dass Vagas eine unliebsame Überraschung für unseren Killer bereithalten wird.

Jedoch ist es sehr wichtig für das Verständnis des Buches auf die Details – des Klappentextes und natürlich darüber hinaus der Erzählung selbst – zu achten. Die Beschreibung von Billy ist nicht ohne Grund in genau der Reihenfolge angegeben, wie Ihr sie auch meinem Titel entnehmen könnt. Philosoph. Schotte. Killer. Weiterlesen

Politik und Drama in Afrika

Literatur on screen!
Daumen hoch für „Der ewige Gärtner“ von Großmeister John le Carré.
Regie: Thomas Alfredson & Fernando Meirellesderewigegaertner

Der Plot reloaded: Mitten in der Wüste von Kenia wird die junge schöne Tessa Quayle ermordet aufgefunden. Ihr Begleiter und angeblicher Geliebter, der afrikanische Arzt Arnold Bluhm, ist spurlos verschwunden. Tessas Ehemann, ein aufstrebender Diplomat bei der britischen Botschaft in Nairobi, macht sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau. Bald erkennt er, dass die rebellische Tessa einem Komplott auf der Spur war und damit nicht nur die mächtige Pharmaindustrie und eine obskure afrikanische Hilfsorganisation gegen sich aufbrachte, sondern auch den Unmut höherer britischer Regierungskreise auf sich zog. Verfolgt und auf sich allein gestellt, dringt Justin immer tiefer in den Sumpf einer groß angelegten Verschwörung ein.

Spannung von der ersten bis zur letzten Minute.

Berliner Vergangenheit mit einer Prise Schnee

Buchtitel: Der Eismann
Autor: Silja Ukena

Der Eismann von Silja Ukena

Der Eismann von Silja Ukena

Ein Berlinkrimi von einer Autorin, die gar nicht in Berlin wohnt (Hamburg & Paris isses eigentlich). Hmmm, ob das was kann, war da meine erste Reaktion. Aber dann doch! Der kann was!

Berlin kurz vor Weihnachten. Es ist trüb und nasskalt. Und Bruno Kahn – unser Grumpy-Chefermittler – würde am liebsten die Tage mit Flanieren durch die Berliner Strassen sowie einem obligatorischen Besuch beim Italiener verbringen.

Daraus wird sehr schnell nichts, als ein splitterfasernackter Rentner (ein Laubenkiecker) in seinem Häuschen gefesselt und tot aufgefunden wird. Dem rätselhaften Tod durch Unterkühlung wird sehr schnell ein Kontrast entgegengesetzt: Eine bekannte Opernsängerin stürzt aus ihrer Wohnung zu Tode. Die Obduktion ergibt vorhergehenden Betäubungsmittelkonsum.

Der Ansatz es Hauptcharakters

Unser leicht introvertierter und eher altmodischer Chefermittler muss sich diesen beiden Fällen in deren Gegensätzlichkeit im Team mit der vorerst undurchsichtigen, jungen Laura Conti stellen. Von dieser weiß er zunächst nicht, warum sie in seiner Truppe arbeitet. Hat man sie ihm zugeteilt, damit der Chef des Morddezernats einen besseren Einblick in Kahns Arbeit erhält? Die verschworene Truppe wird kritisch beäugt, doch ihre Erfolge waren bislang beeindruckend.

Im vorliegenden Fall tappen sie hingegen lange im Dunkeln, da zumindest die männlichen Opfer keine Vergangenheit zu haben scheinen. Erfreulicherweise schafft es der Roman die Spannung um die Hintergründe und geschichtlichen Verwicklungen sehr lange aufrechtzuerhalten, bevor dann die grausamen Details einer verhängnisvollen Geschichte bekannt werden.

Obwohl der Plot nicht zum aufdringlichen Berlin-Stadtführer mutiert, können Berliner oder Berlinliebhaber die Stadt und deren Stimmung in der Geschichte gut wiedererkennen. Ein Top und Daumen hoch von mir!