Lasset die Lieblinge zu Wort kommen

So schnörkellos schreibe ich heute… kein canva-gestyltes Bild, kein Logo… nun – so ein Umzug fordert seinen Tribut. Dieser lautet: Kein Internet, keine Bildbearbeitung am Rechner, keine längeren Beiträge.

Daher funke ich mein Lebenszeichen heute an Euch aus einem Internetcafé im schönen Berlin-Schöneberg und habe natürlich ein kleines Nachweisbild sowie ein Zitat von einer meiner „Autorinnen“-Vorbildern mitgebracht:

„Nicht einmal die Wahrheit höchstpersönlich ist so überzeugend wie ein gut zementiertes Vorurteil.“
Juli Zeh

Zu dem Thema Pro & Kontra des Schubladendenkens bzw. der Vor- und Nachteile von Stereotypen hatte ich mich im pflegerischen Kontext übrigens schon mal länger ausgelassen, nämlich auf meinem pflegepsychologisch-Blog. Nur so, zum Schmökern 😉

So. Und nun noch der Nachweis meines temporären „Arbeitsplatzes“ inklusive der aktuellen Lektüre von Abir Mukherjee „Ein angesehener Mann„:

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Abir Mukherjee nimmt mich mit in das Kalkutta von 1919… trotz Internetcafé-Arbeitsplatz…Erschienen im HEYNE Verlag

Abirs Webpräsenz – für englischsprachige Leser – konnte ich eben freudig schon die Ankündigung des Nachfolgeromans entnehmen. Hooray! Der Auftakt liest sich nämlich auch wirklich gut. Opiumsüchtiger ex-Scotland Yard Agent und Kriegsveteran löst politisch angehauchten Mordfall in den Dünsten von Kolonialindien….

 

Lesungen im Sommerloch

Der Sommer ist keine Zeit für Lesungen, Literatur oder Kunst? Sehe ich anders und so habe ich Euch wieder – städteweise geordnet – Tipps rundum literarische Veranstaltungen rausgesucht.

Ich starte, für mich wohnortnah, mit unserer Hauptstadt.

DAS Event schlechthin im Juli ist für mich das Fest zur Preisverleihung des 9. Internationalen Literaturpreises im Haus der Kulturen der Welt (HKW).

Dieser Preis feiert den Autor und dessen Übersetzerinnen in die deutsche Sprache simultan. 2017 geht der Internationale Literaturpreis an den Autor Fiston Mwanza Mujila und die Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller für den Roman Tram 83 und seine Übertragung aus dem Französischen.  Tram 83 wird als furioser Roman der postkolonialen kongolesischen Großstadt für seine Sprachkunst gefeiert.

Das Fest steigt am 6. Juli um 18 h im HKW. Eintritt ist frei.

Nun zu einem etwas kleineren Rahmen. Der Suhrkamp Verlag lädt in Kooperation mit dem English Theater Berlin und der Kreuzberger Krimibuchhandlung Hammett zu einer schönen Lesung mit Zoë Beck ein. Diese stellt uns ihren neuen Zukunftsthriller vor. In diesem läuft der Drogenhandel eines zukünftigen London auf anderen Wegen als heute. Nämlich über eine App. Der Transport und die Zustellung wiederum über Drohnen (auf was für Ideen man so kommt…).
Kopf des Ganzen ist der Hauptcharakter des Buchs, Ellie Johnson. Sie weiß, dass ihr neues „Geschäftsmodell“ der gesamten Londoner Unterwelt auf den Schlips getreten ist und deren Erfolg bedroht. Nun wollen zahlreiche Konkurrenten ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt und Ellie muss sich ihren Feinden stellen.

Wie schon angedeutet, ist der Titel des Buchs „Die Lieferantin“. Bei der Veranstaltung handelt es sich um die Berliner Buchpremiere und Zoë Beck liest selbst. Tickets für 8 EUR gibt es zum Beispiel hier.

Auch an meine alte hessische Heimat möchte ich mit meinen Tipps denken.

Schon sein 2008 trifft der literarische Nachwuchs aus Frankfurt a.M. und Umgebung im Dunstkreis des Frankfurter Literaturhauses und stellt ebenso dort die Ergebnisse seiner Arbeit vor. Das ganze unter dem Titel sexyunderground.

Die Lesung findet im Literaturhaus statt am 4.7. um 19.30 h. Eintritt beträgt 5 EUR. Mehr Infos und Ticketkauf hier.

Noch eine Sommerlesungsempfehlung…

…diesmal aus Köln. Zu meiner eigenen (positiven) Überraschung bleiben die spannenden Veranstaltungen des Juli auf dem afrikanischen Kontinent. So auch im Kölner Literaturhaus. Hier verspricht die Lesung am 4.7. intensiv und bewegend zu werden. In der literarischen Reihe Afrikanissimo stellt Weltenbummler Ilja Trojanow diesmal die kenianische Autorin Yvonne Adhiambo Owuor und ihren im DuMont Verlag erschienen Roman „Der Ort, an dem die Reise endet“ vor.
Angekündigt wird der Roman als eine Geschichte von Macht, Täuschung, von unerwiderter Liebe und dem unbeirrbaren Willen zum Überleben in einem zerrissenen Land.

Puh. Schwere Kost, aber wer will schon mit nichtssagenden ladida- Romanen Lebenszeit verschwenden. Tickets für die Afrikanissimo-Lesung findet Ihr hier.

So, liebe Büchernarren und -Närrinnen, ich hoffe ich konnte wieder etwas für Euch erstöbern und wünsche noch einen schönen literarischen Juli!

Euer Buchstabendrechsler Kasia

 

 

Stress mit der Technik

Liebe nichtohnemeinbuch – LeserInnen,

etwas wortkarg ist es aktuell um mich rum, dies hat mehrere gute Gründe, die ich Euch gerne durchfunken möchte:

Mein wunderbarer neuer Laptop hat sich nach einer prima Startzeit zusammen sang- und klanglos in die ewigen Jagdgründe der Laptops & PCs verabschiedet, was mich jede Menge Nerven und vor allem wertvolle Schreibmöglichkeiten kostet.
Ferner bewegt sich Eure Kasia auch im echten Leben einige Straßen weiter  – ein Umzug steht an und klaut weitere Zeit.

Nun, ich bemühe mich Euch trotzdem hier und da meine nächtlichen Hörexzesse näher kommen zu lassen (aktuell: „Yemma – meine Mutter, mein Kind„) und Euch ganz bald mehr von zum Beispiel dem Buch über den Extremläufer Achim Heukemes zu berichten. Oder auch über ein weiteres Buch aus dem liebeskind-VerlagAllein, unbesiegt„. Letzteres Buch von Loïc Merle hat als Hauptthema das zwischenmenschliche Konstrukt Freundschaft. Verspricht spannend zu werden!

Alles Liebe – Eure Kasia

Ein gelungenes Lied

Erstmal ein herzliches Willkommen allerseits zu einer weiteren Audiobook-Rezension auf nichtohnemeinbuch. Diesmal habe ich „Das Lied der Dunkelheit“ von Peter V. Brett in petto.

Lied der Dunkelheit

Dieses Debüt von 2009 habe ich als Hörbuch aus der Stadtbibliothek entliehen. Dass es eine Reihe ist, war mir beim Entleihen nicht bewusst, erklärt aber auch den ein oder anderen nicht zu Ende geführten Faden in dem Werk. Es ist der Auftakt zum Dämonen-Zylkus.

Zeit für die Charaktere

Zeit lässt sich Peter V. Brett genug für die Einführung seiner Helden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Arlen, einem Jungen der den Krieg zwischen dem Licht und der Dunkelheit bereits im jungen Alter auf bittere Weise selbst kennen lernt. Denn das ist das wichtigste Merkmal der Welt, in die der Leser eintaucht, der Krieg zwischen den am Tag aktiven Menschen und den bei Nacht aus der Erde auftauchenden Dämonen. Weiterlesen

[Blogaktion] Die SonntagsleserIn #4

die-sonntagsleserinFalls Du noch nicht den einzelnen Beiträgen gefolgt warst, möchte ich Dir gern erläutern, um was es bei der Aktion geht:

Jeden ersten Sonntag im Monat wirft man einen Blick zurück auf die Beiträge, und Neuentdeckungen, die einem selbst im Vormonat besonders gefallen haben. Mitmachen oder Nachmachen ist gern gesehen.

Für die Inspiration gebührt Dank an die Bücherphilosophin sowie Jule von JulesLeseecke!

Eine schöne Entdeckung der letzten Zeit ist der Literaturblog LiteraturReich. Insbesondere habe ich diesmal die Rezension rund um Donna Leons letzten Brunetti-Fall studiert – „Stille Wasser“. Es ist der sechsundzwanzigste (sic!), den der Commissario knacken soll. Tatsächlich hatte ich die ersten sechs mit viel Spannung gelesen, danach war mir die Konstellation etwas öde geworden. Vielleicht, sollte ich mal wieder reinschauen? Hier geht es zum Verzeichnis von Donnas sechsundzwanzig Fällen.

Hier geht es zu der Rezension von LiteraturReich. Besonders positiv ist mir aufgefallen, wie viel Mühe sich Petra – die Blogkollegin – mit der Bebilderung des Beitrags gegeben hat. Schön!

Die nachfolgende Rezension war nicht positiv ausgefallen, dennoch gefällt mir die Art der Analyse, die Ines von letteratura an den Tag legt, sehr und die Thematik des Buchs von Aidt „Schere, Stein, Papier“ ist eine ewigwährende: Die Auseinandersetzung mit unseren Eltern und unserer Kindheit. Sprich wie wir wurden, was wir sind.

Als dritte im Bunde möchte ich auf einen Blog hinweisen, dem ich schon seit Anbeginn meiner Bloggingzeit folge: https://susanne-henke.com/

Susanne bringt immerwieder Schmunzler, Lacher und Erstaunen mit ihren Shortys in meinen Alltag, danke!

Ich hoffe es war wieder was für Euch dabei, ein schönes Wochenende noch!

Eure Kasia – der Buchstabendrechsler von nichtohnemeinbuch

 

Vom geheimem Insiderclub

Ich fahre mit den Öffentlichen zur Arbeit.
Jeden Morgen und auch zu jedem Feierabend gibt mir das wertvolle Minuten, die ich meiner jeweiligen Lektüre widmen kann. Aber nicht nur das. Ich treffe klammheimlich und unbemerkt zahlreiche Gleichgesinnte und Mitglieder in einem der größten Insiderclubs der Welt. Andere bekennende Leser.amos-bar-zeev-136999 Weiterlesen