Ein Wort zu Ostern

literatur ist unsterblichkeit der sprache

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen, die über das letzte Jahr nichtohnemeinbuch fleißig unterstützt und gelesen haben, aber auch allen neugierigen Neubesuchern ein ungehorsam belesenes Ostern 🙂

Es gibt ja so viele freche Ausreden, um sich zum Lesen wegzuschleichen!

Wenn Ihr besonders wirksame oder lustige habt…immer rein in die Kommentare!
Eure Kasia

[Blogaktion]MittendrinMittwoch #3

bakeshopSchön, dass Ihr wieder reinschaut zu meiner Ausgabe von MittendrinMittwoch!

Wie immer nehme ich Euch über Buchausschnitte mit zwischen die Seite meiner aktuellen Lektüre und stelle Euch vor, was mich daran begeistert oder auch zum Nachdenken bringt.

Fast am Ende bin ich mit meinem tollen Berlin-Krimi von Rainer Wittkamp „Schneckenkönig“. Weiterlesen

Vom Meister der Geschichten persönlich

„Stadt der Diebe“ von David Benioff [Audiobook]

Wer ist er, dieser Meister? Hmmm, da scheiden sich bestimmt die Geister und ein jeder Buchwurm zählt da jemanden anderen an erster Stelle auf.

Mich begeistert seit einiger Zeit David Benioff. Und das hier vorgestellte Hörbuch ist von ihm. Es handelt sich um die Stadt der Diebe.

Ganz viel Seele

Bei der Einleitung des Hörbuchs – Zitat:

„Mein Großvater, der Messerstecher, tötete zwei Deutsche, bevor er 18 war“ Zitatende.

…und dem Namen der Protagonisten wird man stutzig. Warum heisst der Erzähler Lew Benioff? Weiterlesen

Blick ins Ghetto von innen

„Wir Tiere“ des Autors Justin Torres

Auf der Buchrückseite kann man eine Empfehlung der Vanity Fair lesen:
Ein unwiderstehlicher wilder Roman über das Erwachsenwerden, der Ihnen das Herz brechen wird.“ Zitatende.

Bevor der Roman mein Herz gebrochen hat, hat er es erfüllt. Erfüllt mit dem Blick eines heranwachsenden Jungen, der mit einiger inneren Distanz auf sich und seine Familie blickt. Weiterlesen

Geschichte eines Stalkings

Mir brennt es unter den Fingernägeln Euch von meiner letzten Lektüre zu erzählen:1840_Baerfuss_Hagard

„Hagard“ von Lukas Bärfuss

Wir haben sicherlich auch alle schon gelesen, dass es sich hierbei um einen Nominée für den Preis der Leipziger Buchmesse handelt. Lukas Bärfuss ist als Preisträger nicht unerfahren. Seine Werke wurden bereits mit zahlreichen Literaturpreisen geehrt. Mehr hierzu später.

Auszug Umschlagstext

„Philip folgt, aus einer Laune heraus, im Feierabendgedrängel einer Frau. Er kennt sie nicht, sieht sie auch nur von hinten, aber wie in einem Spiel sagt er sich: Geht sie dort entlang, lasse ich sie entschwinden; geht sie in die andere Richtung, spiele ich das Spiel noch eine kleine Weile weiter Es bedeutet scheinbar nichts, niemand kommt zu Schaden, un der Abstand ist so groß, daß die Frau es gar nicht bemerkt.[…]Warum beginnt er plötzlich seine Verpflichtungen zu verachlässigen? Was will er von ihr?“

Gedanken zum Verfolger

Mit diesem Umschlagstext hatte mich das Buch im Buchladen in seinem Bann, also nichts wie los und ein Rezensionsexemplar bestellt.

Was mich dann erwartete? Nun, zunächst ein Ich-Erzähler, der scheinbar allwissend über der angekündigten Hauptperson schwebt. Sorgenvoll ist sein Ton und mit vielen offengebliebenen Fragen leitet dieser die Geschichte um den Ausbruch Philips ein. Wir erwischen Philip anfangs in einer typischen Managersituation. Immer wieder mit seinem Smart Phone quercheckend und seine Assistenz konsultierend, bahnt er sich seinen Weg an einem Spätnachmittag zu einem nicht ganz unwichtigen Geschäftstermin.

Aus Randsätzen und im Verlauf der Beobachtungen rund um die Figur wird dem Leser die Wichtigkeit des Termins für einen satten Gewinn klar.
Wie nebenher eingestreut wird auch die Gesellschaftskritik und der auf dem Buchcover angekündigte „unbestechliche Blick“ des Autors auf seine Umgebung und das heutige Leben. Weiterlesen